Christine Bläuer, Conservation Scientist
"Nach einer Lehre als Hochbauzeichnerin habe ich die Matur absolviert und Geologie studiert. Danach hat es mich wieder zurück zur Architektur gezogen und ich habe meine Dissertation über die Verwitterung der Berner Sandsteine geschrieben. Meinen fachlichen Horizont konnte ich in Forschungsprojekten, durch Lehrtätigkeit an in- und ausländischen Universitäten und Fachhochschulen sowie durch praktische Tätigkeit als Gutachterin in der Erhaltung von historischen Bauwerken und Anlagen so erweitern, dass ich heute als „conservation scientist“ tätig bin. Zusammen mit einer Kollegin habe ich 2007 die Firma Conservation Science Consulting Sàrl in Fribourg gegründet, in welcher wir naturwissenschaftliche Dienstleistungen im Bereich von historischen Bauten und Anlagen anbieten.
Unsere wichtigsten Aufgaben sind Analysen von historischen Baumaterialien (Pigmente, Mörtel, Steine), Erkennen von Zusammenhängen zwischen Erhaltungszustand und Umgebungsbedingungen sowie das Vorschlagen von Erhaltungsmethoden.
Unsere wissenschaftliche Beratung war zum Beispiel beim bekannten Löwendenkmal in Luzern gefragt, das durch einen Farbanschlag beschädigt worden war. Wir kamen in unserem Gutachten zum Schluss, dass ein permanenter Schutzanstrich nicht zu empfehlen war, da ein solcher Anstrich mit so viel Vorbereitungs- und Wartungsaufwand verbunden ist, dass er übers Ganze gesehen dem Erhalt des Denkmals eher schadet als nützt."
www.conservation-science.ch